Der mit dem Wolf tanzt

Der mit dem Wolf tanzt (Originaltitel: Dances with Wolves) ist ein us-amerikanischer Neo-Western von 1990. Als Hauptdarsteller, Regisseur und Koproduzent fungierte hier Kevin Costner, der damit seinen endgültigen Durchbruch schaffte. Die gleichnamige Romanvorlage stammt von Michael Blake.
Es ist das Jahr 1863. Mitten im Amerikanischen Bürgerkrieg will sich der schwer am Bein verwundete Nordstaaten-Lieutenant John Dunbar (Kevin Costner) das Leben nehmen, indem er der verfeindeten Südstaaten-Truppe auf dem Schlachtfeld einfach unbewaffnet entgegenreitet. Doch durch das frühzeitige Eingreifen seiner Soldaten überlebt er den Selbstmordversuch und durch die medizinische Versorgung seines Vorgesetzten kann er auch sein Bein behalten. Letztlich wird er sogar als Held gefeiert und kann sich anschließend aussuchen, wohin er versetzt werden will. Er selbst möchte den Westen kennenlernen, bevor es ihn nicht mehr gibt. Er entschließt sich für den westlichsten Außenposten im Indianergebiet: Fort Sedgwick. Doch als er dort ankommt, findet er das Fort verlassen vor. Er entschließt sich zu bleiben, verstaut seinen Proviant und versucht erstmal, das heruntergekommene Fort wieder instandzusetzen. Die ersten Wochen seines Aufenthalts sind geprägt von Einsamkeit, einzige Abwechslung bieten ein Wolf, der ab und zu vorbeischaut, und sein Pferd „Cisco“. Nach einiger Zeit kommt es allerdings zum Kontakt mit einem Indianer namens „Strampelnder Vogel“(Graham Greene) des Lakota-Stammes, der vor ihm die Flucht ergreift. Im weiteren Verlauf kommt es eher zu feindseligen Begegnungen zwischen Dunbar und den Indianern, bis er sich schließlich dazu entscheidet, den Indianerstamm selbst aufzusuchen. Unterwegs rettet er einer bei diesen Indianern lebenden, weißen Frau namens „Steht mit einer Faust“(Mary McDonnell) das Leben, was dazu führt, dass sich beide Seiten allmählich annähern. Es geht sogar soweit, dass John mit den Indianern enge Freundschaft schließt, ihnen bei der Büffeljagd hilft und mit ihnen zusammen gegen die verfeindeten Pawnee kämpft. Doch alles verändert sich, als John nach einer Weile zum Fort Sedgwick zurückkehrt und sich dort plötzlich ein neues Nordstaaten-Regiment einquartiert hat. John, der inzwischen teilweise Indianerkleidung trägt, wird von den Soldaten gefangengenommen und in Ketten gelegt. Um als Verräter vor einem Gericht angeklagt zu werden, wird er auf einen Karren festgekettet und abtransportiert. Doch seine Freunde vom Lakota-Stamm befreien ihn, dabei werden allerdings einige Soldaten getötet. Von nun an müssen er und die Indianer vor dem Militär in die Berge fliehen.
Alles in allem ein toller Western, wenn man ein paar Kitsch-Szenen mal außen vorlässt und sich auch nicht an der Überlänge des Films stört. Die Kinofassung beträgt 183, der Director´s Cut sogar 236 Minuten. Außerdem sollte man sich nicht daran stören, Untertitel zu lesen, wenn die Indianer im Film in ihrer Lakota- oder Pawnee-Sprache reden. Der Film wurde letztlich zurecht mit sieben Oscars, u.a. für die herausragende Musik von John Barry, und 3 Golden Globes belohnt. Insgesamt sehr empfehlenswert!

[Spielfilm, USA 1990, ca. 183 Minuten, FSK: ab 12]

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